3M: Deutschland – Umsatz 2012 leicht über Vorjahr

Phänomen Farbe – 28.01.2013 – Neuss (ots) – Die deutsche 3M Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2012  den Gesamtumsatz auf 2,28 Mrd. Euro (Vorjahr 2,25 Mrd. Euro) und  damit um 1,6 Prozent steigern. Der Inlandsumsatz erhöhte sich dabei  um 0,2 Prozent auf 1,012 Mrd. Euro, während das Geschäft mit den  meist europäischen Schwestergesellschaften um 2,8 Prozent auf 1,273  Mrd. Euro zulegte.

“Nach einem sehr guten Umsatzwachstum im ersten Halbjahr sind  unsere Umsätze besonders zum Jahresende stärker als erwartet  zurückgegangen”, kommentierte Finanzdirektor Theo Nöcker das  Ergebnis. “Damit sind unsere Annahmen speziell für das vierte Quartal nicht eingetroffen, wobei der Verlauf insgesamt in den einzelnen  Geschäftsbereichen unterschiedlich war.”

Erfreuliches Wachstum vermeldete das Multi-Technologieunternehmen  bei medizinischen Produkten, im Bereich Büro und Haushalt sowie bei  Personen- und Arbeitsschutzprodukten. Stärker als der entsprechende  Markt entwickelten sich Schleifmittel sowie Produkte für die  Automobilindustrie.

Aufgrund fehlender Investitionsbereitschaft der Kunden  verzeichneten Produkte für die Telekommunikation und den Energiemarkt sowie Verkehrssicherheitsprodukte und grafische Folien rückläufige  Umsätze.

Im Bereich der Fluorpolymere (Dyneon GmbH) gab es im ersten  Halbjahr ein zweistelliges Umsatzplus, gefolgt von einem drastischen  Nachfragerückgang in der zweiten Jahreshälfte. Dies führte bei diesem Unternehmen zu einem Umsatz, der insgesamt leicht hinter dem Vorjahr  zurücklag.

In einem Markt, der auch im Jahr 2012 stagnierte, verzeichnete die Dentalsparte (3M ESPE) eine Umsatzentwicklung, die ebenfalls leicht  unter dem Vorjahr lag.

Ein Umsatzplus gab es hingegen im Bereich der kieferorthopädischen Produkte (3M Unitek GmbH und TOP-Service für Lingualtechnik GmbH).

Die seit Januar 2012 zur deutschen 3M Gruppe gehörenden Winterthur Technology GmbH und Wendt GmbH erwirtschafteten zusätzlich zu obigen  Ergebnissen der 3M Gruppe einen Umsatz von rund 80 Millionen Euro.

In den elf deutschen Werksstandorten führte die rückläufige  Nachfrage im zweiten Halbjahr zu einer geringeren Auslastung, die  aber aufgrund eines positiveren Verlaufs in der ersten Jahreshälfte  noch insgesamt das Vorjahresniveau erreichte.

Die angekündigten größeren Investitionen von rund 35 Millionen  Euro in den Ausbau des europäischen Warenverteilzentrums in Jüchen  mit Hilfe eines externen Logistikpartners sowie in eine neue  medizinische Fertigungslinie im Werk Kamen konnten abgeschlossen  werden. Für 2013 sind weitere Investitionen vor allem in den Werken  Hilden und Kamen geplant.

Aufgrund der sich abschwächenden Nachfrage sowie erhöhter Kosten  für Energie und Rohstoffe musste das Ausgabeverhalten des  Unternehmens entsprechend angepasst werden. Zusätzlich wurde das  Produktportfolio in einigen Geschäftsbereichen optimiert. Durch diese Maßnahmen konnte der Gewinn leicht über Vorjahr gehalten werden.

“Für das Jahr 2013 rechnen wir in Abhängigkeit von der globalen  wirtschaftlichen Entwicklung mit einem moderaten Umsatz- und  Gewinnzuwachs”, so Theo Nöcker in seinem Ausblick. “Seit Ende letzten Jahres gehört auch die ESK Ceramics GmbH zur deutschen 3M Gruppe.  Hierbei versprechen wir uns durch eine Vielzahl von Synergien in  Bezug auf Technologieaustausch und in der Produktentwicklung viele  Chancen in wachstumsstarken Märkten.”

Ergebnis weltweit

Der Gesamtumsatz für das Jahr 2012 des 3M Konzerns betrug 29,9  Mrd. US-Dollar, eine Steigerung um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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