Verbandsmaterial für Zuhause

Verbandsmaterial für Zuhause

Juni 13, 2018 0 Von Michael Fraglos

Verbandsmaterial gehört zu den wichtigsten medizinischen Verbrauchsmaterialien und ist in der Medizin unersetzlich. Bereits Naturvölker wussten sich mit Verbänden aus natürlichen Materialien zu helfen. Einige Haushalte besitzen Verbandsmaterial für den Eigenbedarf. Verbandsmaterial dient primär zur Versorgung von Wunden. Ein umfassender Schutz ist eines der Hauptaufgaben. Es schützt vor Umwelteinflüssen, wie das Eindringen von Bakterien, Aufweichung, UV-Strahlung, Austrocknung, Fremdkörpern, Überhitzung und Auskühlung.

Der Schutz vor mechanischer Belastung sollte nicht außer Acht gelassen werden. Ein erneutes Aufreißen der Wunde wird so verhindert. Wenn ein Verband leicht komprimierend umwickelt wird, werden Narbenbildungen und Schwellungen vermindert. Durch Verbandsmaterial können Blutungen gestoppt werden, wenn sie komprimierend gewickelt werden. Zur Thromboseprophylaxe oder als Lymphdrainage werden Verbände oft um Gliedmaßen gebunden. Außerdem wird Sekret durch das saugfähige Material aufgenommen. Wichtig ist, dass Verbandsmaterial keine Nebenwirkungen mit sich bringt. Hierzu zählen Hautreizungen, Hautirritationen oder Druckstellen. Um eine optimale Verwendung zu gewährleisten, ist es von großer Bedeutung, dass das Material steril verpackt und vor äußeren Einflüssen wie extreme Temperaturen, Dreck und Nässe geschützt aufbewahrt wird. Optimal eignet sich ein Verbandskasten oder ein Erste-Hilfe Koffer.

Es gibt mindestens so viele Arten von Verbandsmaterial, wie es Arten von Wunden der Patienten gibt. Welches letztendlich verwendet wird, hängt von der Lokalisation, dem Ausmaß und der Art der Wunde ab. Unterteilt wird unter anderem in Bandagen, Binden, Kompressen, Polsterwatte, Tupfer, Pflaster und Einmalhandschuhe. Mullbinden/ Rollbinden dienen zum Fixieren von Wundauflagen. Heute werden sie kaum noch verwendet und häufig durch modernere Binden ausgetauscht. Pflaster sind Wundschnellverbände und dienen der schnellen Anwendung für meist kleinere Wunden. Dennoch gibt es Pflaster in verschieden Größen und Formen, um sie auch an schwierigeren Stellen wie zum Beispiel der Fingerkuppen anlegen zu können. Sie schützen beispielsweise Bagatellverletzungen wie Einstichstellen und Schürfwunden. Von heilungsfördernd, über wasserabweisend bis hypoallergen gibt es einige Eigenschaften von Pflastern. Kompressen finden ihren Einsatz häufig bei größeren Verletzungen wieder. Die primäre Aufgabe der Kompresse ist es Wundsekret aufzufangen und vor äußeren Einflüssen die Wunde zu schützen und dein Heilungsprozess zu fördern. Tupfer sind eine kleinere Form von Kompressen. Auch diese gibt es in unzähligen Größen. Tupfer eigenen sich für tiefere Wunden. Im Alltag sind Tupfer eher im OP beheimatet.

Dort werden sie zur sterilen Desinfektion oder zur Blutstillung genutzt. Um schmerzhaften Wunden oder Brüchen eine Dämpfung zu verleihen, wurde Polsterwatte entwickelt. Polsterwatte verleiht dem verletzten Körperteil eine Druckentlastung. In der Regel kommt sie in Rollen vor und ist unsteril. Verletzte empfinden eine Polsterung als angenehm. Eine Bandage ist ein Wickel oder fester Verband und wurde als Stütze kreiert. Sie stützt ein verletztes Körperteil. Bandagen sind weich und elastisch. Sogenannte Stützbandagen schützen Gelenke und Knochen vor einer zu hohen Belastung. Um neben einem sauberen Verband auch ein sauberes Arbeiten gewährleisten zu können, wurden Einweghandschuhe zum Trend. Diese gibt es steril eingepackt für den OP oder unsteril für den gebrauch im Alltag. Viele Haushalte greifen bei schmutzigen Arbeiten auf Einmalhandschuhe zurück, um nicht mit Keimen und Schmutz in Kontakt zu kommen.

Wie gut zu erkennen ist, sind Verbandsmaterialien nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Sie haben die Medizin schlichtweg revolutioniert und schon einige Leben gerettet.