Sind autonome Autos sicher?

Sind autonome Autos sicher?

August 1, 2018 0 Von Peter Dietrich

2 Tote in einer Woche bei Unfällen mit selbstfahrenden Autos. Ein Rückschlag für die Entwicklung. Dabei funktioniert das autonome Fahren jetzt schon in vielen Tests recht gut. Auf Autobahnen zum Beispiel. Beim Autonomen Fahren gibt es insgesamt fünf verschiedene Level: Fahren mit Assistenten für den Toten Winkel oder fürs Spurhalten zum Beispiel – in vielen Autos schon Standard. Das ist Level 1. Level 2: Teilautomatisiert. Sogar das können viele Autos heutzutage schon: Im Stau fährt automatisch der Stau-Assistent oder das Auto parkt allein ein. Level 3: Hochautomatisiert – quasi Autopilot. Das Auto wechselt von allein die Spur, passt sich dem fließenden Verkehr an. Nachrichten schreiben, im Netz surfen – erlaubt. Aber: Der Fahrer muss immer in der Lage sein, das Steuer zu übernehmen. Jederzeit! Denn in Deutschland haftet der Fahrer. Level 4: Vollautomatisierung. Der Wagen macht alles. Außer, wenn es für den Computer brenzlig wird. Dann muss der Mensch ans Steuer. Übrigens, das Uber-Unfall-Auto ist auf diesem Level gefahren. Level 5: Vom Start bis zum Ziel – Der Fahrer ist komplett überflüssig. Die Autos orientieren sich über GPS und sehen mit Kameras, Laserlicht und Radarwellen – theoretisch im Dunkeln sogar besser als das menschliche Auge. Momentan allerdings oft nur unter Idealbedingungen: Regen, Schnee oder Dunkelheit machen den meisten Autos noch Probleme. Genau wie manchen menschlichen Fahrern. Außerdem sind andere, menschliche Autofahrer ein Problem: Weil sie unberechenbar fahren. Dieser “Mischverkehr” ist ein Risiko. Denn Autos können nicht vorausdenken. Noch nicht. Der Fahrschul-Klassiker: Ein Mensch hat zum Beispiel gelernt, was hier zu tun ist. Ein Auto – nicht. Auch deshalb sollen in Zukunft die Autos untereinander vernetzt sein und voneinander lernen. Sozusagen: ein gigantisches Kollektiv. Übrigens rechnet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt damit, dass es weniger Staus geben wird – wenn mindestens 30 Prozent der Autos autonom fahren. Und: Ein autonomes Auto ist nie müde, nie betrunken, nie verärgert, hält sich immer an die Verkehrsregeln und fummelt nicht nebenbei am Handy rum. Die Bundesregierung fördert das “automatisierte Fahren”, um die “Verkehrssicherheit zu erhöhen”. Klar: Die Technik wird nie zu 100 % sicher sein. Aber das Ziel der Forscher ist: Schließlich waren bei 91 Prozent der Unfälle in Deutschland, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, nicht die Technik schuld, sondern – der Mensch.