Fugentorpedo – im Handumdrehen saubere Fugen

Fugentorpedo – im Handumdrehen saubere Fugen

Januar 13, 2019 0 Von Michael Fraglos

Der Name ist schon sehr interessant: Fugentorpedo. Da stellt man sich ja so einiges vor wenn man nicht weiß, um welches Produkt es geht. Beschäftigt man sich näher mit dem Produkt kann schnell festgestellt werden, dass es wirklich viele Menschen gibt, die Probleme mit der Reinigung der Fugen haben. Die Fugen in Bad und Küche werden schnell einmal vernachlässigt. Wer möchte schon gerne mit einer Zahnbürste vor den Fliesen stehen, und akribisch Kalk, Schimmel und Shampoo aus den Fugen entfernen? Aber irgendwann muss es einmal sein, wenn es sauber sein soll. Spätestens dann, wenn nur noch geraten werden kann, wie die ursprüngliche Fugenfarbe eigentlich mal war, ist es Zeit für eine Reinigung. Ein spezieller Fugenreiniger muss her, und das ist der Fugentorpedo.

So funktioniert der Fugentorpedo

Entwickelt wurde der Fugentorpedo von einem Fliesenleger und seinen Geschäftspartnern. Da sollte die fachliche Kompetenz auf jeden Fall vorhanden sein, schließlich hat so ein Mensch jeden Tag mit Fliesen und Fugen zu tun. Nach einer zweijährigen Entwicklungsphase war es soweit, der Fugentorpedo konnte an den Start gehen. Dabei handelt es sich um eine Kombination von einer Bürste und einem Schleifsteg. Die Schleifvorrichtung besteht aus Industriediamanten. Diese sorgen dafür, dass die Fuge im ersten Schritt ganz leicht angeschliffen wird. Dadurch wird die Fuge freigelegt, soll aber dabei nicht beschädigt werden. Danach erfolgt die Reinigung mit einem Reinigungsmittel und einer entsprechenden Bürste. Ganz zum Schluss wird die Fuge dann mit einem Fugenschutzstift versiegelt. So soll Schimmel und Verschmutzung vorgebeugt werden. Die Anwendung des Schutzstifts sollte einmal im Jahr wiederholt werden. Der Fugentorpedo soll nicht nur oberflächlich wirken, sondern tiefgehend und nachhaltig reinigen. Allerdings ist der Fugentorpedo nur für Zementfugen geeignet, Silikonfugen können damit nicht gereinigt werden. Eine einmalige Anwendung soll ausreichend sein. Nach der Versiegelung soll es ausreichend sein, Verschmutzungen mit einer Bürste zu entfernen.

Der Fugentorpedo in der Praxis

Es hört sich wirklich ganz einfach an. Eigentlich ist es das auch. Erst einmal muss die passende Breite des Fugenstegs herausgefunden werden. Hier kann zwischen einer Breite von 2, 3 und 5,5 mm gewählt werden. Der Steg wird einfach in das Gerät geschoben. Das Geräusch beim Einrasten zeigt an, dass das Gerät nun einsatzbereit ist. So kann es losgehen. Der Schleifsteg muss auf der Fuge hin- und hergeschoben werden. Ein wenig Druck ist dafür notwendig. An diesem Punkt kommt für viele der erste Schreckmoment: Es löst sich etwas Material ab. Laut den Erfindern ist das aber nicht weiter schlimm, sondern absolut harmlos. Bei der Arbeit entsteht leichter Staub, der entfernt werden muss. Dafür steht eine passende Bürste zur Verfügung, die ebenfalls in das Gerät eingesetzt wird. Ein bisschen Reinigungsmittel dazu, und schon ist alles wieder sauber. Jetzt kommt die große Stunde des Schutzstifts. Damit werden die Fugen imprägniert, allerdings erst, wenn die Fugen komplett trocken sind nach der Reinigung.

Fazit:

Die Reinigung der Fugen geht wirklich sehr schnell mit dem Fugentorpedo. Allerdings gibt es auch einen kleinen Wermutstropfen: Der Preis. Ein großes Badezimmer mit einem Fliesenspiegel bis zur Decke wird kaum mit einem Set zu reinigen sein. Ein einziges Set gibt es ab zwanzig Euro zu kaufen, die Preise variieren je nach Ausstattung und Anbieter. Andererseits muss die Anwendung ja nicht wiederholt werden. Dann ist zu überlegen, ob sich die Investition nicht doch lohnt. Anschließend muss nur noch der Schutzstift nachgekauft werden, dieser ist schon ab sechs Euro erhältlich. Sicher eine gute Sache für alle, die stark verschmutzte Fugen haben, und diese mit einfachen Mitteln nicht mehr sauber bekommen.